Über den PSZ
Geschichte

Im Jahre 1942, mitten im 2. Weltkrieg, wurde der PSZ als Untersektion des Gemeindeschiessverein Zell von einer handvoll Männern nach einer Initiative von Max Hardmeier, welcher vom Fourgehilfen zum Fourier befördert wurde, gegründet.
Die Bedrohungslage war akut und die Angst vor dem äusseren und inneren (ROTE/Kommunisten) Feind gross. Zu den Dienstwaffen zählten damals der Revolver (1898), die Parabellum (7.65mm) sowie dann einige Jahre später die P49 (9mm/SIG 210).

Mit Pistolen waren in der Regel die Offiziere und höheren Unteroffiziere der Armee ausgerüstet. So erstaunt auch nicht, dass im PSZ vor allem Männer aus diesen Dienstgraden anzutreffen waren.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:
- Hans Boller
- Ernst Epprecht
- Oskar Heizmann
- Max Hardmeier*
- Paul Huwyler
- Henri Kuhn
- Jacques Kuhn
- Heinrich Meier
- Albert Müller*
- Jakob Metzger
- Ernst Ott*
- Hans Sommer
- Robert Stahel
- Hans Werren*
(*im Jahre 1967 bereits verstorben)

Es wurde ein einfacher Schiessstand für die 50m Schussdistanz gebaut. Das Land wurde durch den PSZ käuflich erworben, der Stand wurde in Fronarbeit von den Mitglieder erstellt.
Im Jahre 1973 wurde unter der fachkundigen Weitsicht von Hptm Peter Ernst, Kollbrunn, der 50m-Stand neu aufgebaut. Dieser Teil des Standes steht heute noch in seiner Form und verrichtet seine Dienste.
Dank weitgehender Fronarbeit konnte der PSZ seine Kasse dank Geldern aus den Förderungsprogrammen aufstocken. Der Anteil, welcher die Gemeinde Zell an diesen Erneuerungsbau gesprochen hatte, wurde ein Jahr später vollumfänglich zurückbezahlt.
Auf der 300m-Schussdistanz wurde das Langgewehr bzw. der Karabiner 31 durch das Sturmgewehr
(Stgw 57) abgelöst. Während bei den Gewehrschützen die Schussdistanz unverändert blieb, war die Veränderung mit der Pistole 75 (SIG 220/9mm), welche im Jahre 1979 an die Truppe ausgeliefert wurde, grösser. Diese Waffe ist und war als Combatwaffe gebaut und daher vor allem für eine Schussdistanz bis zu 25m geeignet; sie ist keine Hochpräzisionswaffe und für Wettkampfschiessen eher ungeeignet.

Das hat dazu geführt, dass die alten 210er hoch im Kurs standen und zu hohen Preise
(CHF 2'000.- und mehr) verkauft wurden. Die P49 hat eine Lücke hinterlassen, die von keiner anderen Waffe geschlossen werden konnte. Das hat dazu geführt, das die SIG (ehemals Neuhausen), heute im Besitze von Deutschen (SIG Sauer), im Jahre 2010 die P49 neu aufgelegt hat.
Diese Veränderung der Schussdistanz auf 25m in der Armee hatte für alle Schützenvereine weitreichende Konsequenzen. Es mussten neue Scheibenanlage mit drehbaren Scheiben gebaut bzw. gekauft werden. Verschiedene Schützenvereine haben diese Anpassungen/Ergänzung bis heute
(über 30 Jahre nach der Einführung der P75) nicht vollzogen.

[Bild]Jacques Kuhn ( verstorben am 30.12.2016)

Unter der Projektleitung von Jacques Kuhn (Rikon) hat der PSZ im Jahre 1996/1997 einen 25-m Stand realisieren können. Dank äusserst grossen Spenden und Legaten war es dem PSZ möglich, den Stand mit diesen sowie vom Sport-Toto und dem Gemeindebeitrag zu realisieren.
Dank dieses Weitblickes können wir heute sagen, dass der PSZ trotz vielen Veränderungen (Reduktion Soldaten, Dienstleistungsdauer usw) bis heute eine aktive Schiess-gemeinschaft bleiben konnte.
Neue Auflagen kommen von seiten des Umweltschutzes. Die Bleibelastungen im Boden müssen saniert werden. Es stand ursprünglich ein Zeithorizont bis 2012 zur Verfügung, welcher dann vom Bundesrat für wenig belastete Gebiete auf das Jahr 2020 verschoben wurde.

Die Kosten je Schiessscheibe belaufen sich nach heutigen Erfahrungen auf CHF 5'000.- bis CHF 10'000.-.
Für den PSZ würde das also bedeuten, dass bis zu CHF 100'000.- Kosten entstehen könnten.
Diese Mittel könnten nicht aufgebracht werden; für viele Schiessvereine wird (und hat dies bereits) zum 'aus' geführt. In der folge hat der damalige Präsident Thomas Bossert in einem rund 2-jährigen Verhandlungsmandat erreicht, dass die Gemeinde Zell für die Kugelfangsanierung aufkommt. Im Gegenzug hat der PSZ der Gemeinde Zell die Anlage zum Eigentum (Wert ca. CHF 200'000.-) überlassen und unterwirft sich (Lärmschutzgründe) einigen Vorschriften und Einschränkungen.
Im Frühjahr 2013 wurden auf der 50m-Anlage 4 Scheibenzüge und Scheibenhalter ersetzt. Die Elektromotoren mussten nicht ersetzt werden (trotz ihrem fortgechrittenen Alter - das war noch Qualität!). Auf die heute übliche elektronische Trefferanzeige wurde bewusst verzichtet.

Im Frühjahr 2017 wurde nun aufgrund der grossen Nachfrage auch die 5. Scheibe im 50 m-Stand
wieder in Betrieb genommen.
Im Sommer 2019 wurden beide Kugelfänge gemäss den heute geltenden Standards saniert.
Kleinere Unterhaltsarbeiten am Schiessgebäude geben dem Schiesstand ein neues, frisches Aussehen.
Damit ist der PSZ mit seinem Schiessstand gewappnet für die 2020er Jahre.

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